Carl Huter: Heilwissenschaft der Zukunft - Part II.8
 
Fortsetzung

Praktische Anleitung zu Hauskuren.

Fette - Brennstoffe - Eiweiß Salze - Steine und Metalle

Nächst dem Wasser ist die feste Substanz das Lebensmaterial, welches der Mensch braucht, und kann daher als Heilmittel bei Krankheiten dienen.

Zunächst braucht der Mensch feste Substanz zur Nahrung, und hier unterscheide ich, 1. Fette, 2. Brennstoffe, 3. Eiweißbaustoffe, 4. Salze, 5. Metalle.

Das Fett ist ein Schutzmittel gegen Kälte und ein Schutzmittel als Aufsaugungsmaterial gegen schädliche Stoffe im Körper. Mit Fett polstert sich auch der gesunde Körper innerlich und äußerlich aus, doch nicht als Ballast, sondern als Schutzmaterial und Reservekraft, gegenüber großen Reizen, Kraftverlusten und Seuchenangriffen.

Fett schützt die Organe vor Entzündungen und Reibungen, es ölt sozusagen die ganze Lebensmaschine, Gehirn und Gelenke, Darm und Lunge, Hals und Herz. Alle bedürfen Fett, um alt und gesund zu werden.

Dann bedarf der Mensch Brennstoffe zur Unterhaltung der Wärme und des Stoffwechsels. Diese sind enthalten in Zucker und Stärke, in den Körperfrüchten, in Brot, Kartoffeln usw.

Viel Brennstoffe hinterlassen viele Schlacken und je mehr der Körper damit überfüttert wird. Stärkekost, Brot, Kartoffeln, Mehlspeisen kann daher nur der viel essen, der anstrengende Muskelarbeit ausführt und bei dem die Ausscheiungsorgane gut funktionieren.

Durch Überernährung von Brot und Stärkekost kann Skophulose, Schwindsucht, Geschwüre, Läuse, Flöhe und Ausschlag entstehen.

Außer diesem Material ist Eiweiß die Nährsubstanz, die der Mensch zum Aufbau der Organe, besonders der Muskelgewebe gebraucht.

Eiweiß ist enthalten in Eiern, Fisch, magerem Fleisch, Kohl, Käse, Kakao, Mandelbrod (Marzipan) und unter der Hülse fast sämtlicher Körnerfrüchte, besonders des Hafers und der Hülsenfrüchte. Ein Übermaß von Eiweißnahrung, wie es reiche Bauern und Stadtbewohner zu sich nehmen in übermässigen Fleischgenuss, führt zur Verdickung des Blutes, Herzleiden, Blutüberfüllung des Gehirns, Nervosität, unnatürlichen Geschlechtsreizen, konservativen Geistessinn, Eigennutz, Egoismus, Gefühlsrohheit, und schließlich zu frühem Tode.

Menschen welche durch Fleischeiweiß überfüttert sind, unterliegen regelrecht einer ansteckenden Seuche und besonders Blutvergiftung, Syphilis, Typhus, Zuckerkrankheit, Cholera, Influenza usw. Daher ist Mässigkeit auch hier am Platze.

Pflanzeneiweiß ist gesunder, aber schwerer verdaulich. Dass man die Kleie im Mehl behält ist klug, weil dadurch das Eiweiß bleibt und das Brot gut ausgebacken werden kann. Schrotbrot macht also Fleischgenuss entbehrlich, nicht aber das moderne Feinbrot. 

Die Eiweißhaltigen Hülsenfrüchte müssen mindestens 4 Stunden Kochen, um verdaulich zu werden. Kohl ist durchweg Eiweißhaltig und braucht nur 2 Stunden gekocht werden.

Tiereiweiß braucht 20 Prozent Sauerstoff mehr zur Verdauung wie Pflanzeneiweiß, daher kommt es, dass Raubtiere wie Fleischesser gemeinsam die Neigung zu Gewalttaten, Tücke und zynische Gemeinheiten haben, dabei große Ausdauer in der Ruhe, aber keine Ausdauer in Arbeit und Bewegung besitzen; mehr zu plötzlichen Gewaltakten als wie zu friedlicher planmässiger Arbeit neigen. 

Ein fleischschwelgender Seelsorger, ein in Spirituosen berauschter Prophet ist ein Widerspruch, ein Unding. 

Das Sittlich Schöne kann nur mit dem Vegetarismus freundschaftlich gesinnt sein, ich meine dem vernünftigen Vegetarismus, wenn es die Lebenshaltung notwendig erfordert.

Sehr wichtig ist es bei der Ernährung, dass man stets für Fett sorge und die Speisen wechsele, einmal Eiweißnahrung mit Fett, ein andermal Stärkekost mit Fett; als Zuspeise wähle man abwechselnd Obst, Erdfrüchte, Nüsse und Blattgemüse. In den letzteren Arten von Nahrungsmitteln, sind die für den Körper so wichtigen Nährsalze enthalten, ohne die kein Mensch gesund bleiben kann.

Salz ist das Element, was das Leben erhält, Munterkeit, Wohlbefinden und Ausdauer verleiht. 

Die alten Römer besiegten die Welt nicht allein durch Waffen und geistige Überlegenheit, sondern dadurch, dass sie stets Brot und Salz bei sich führten, alle Salzquellen dem Feinde abschnitten und sich aneigneten. Der Mangel an Salz rief Schlaffheit, Müdigkeit, Trägheit, Dummheit und Krankheit hervor, und die Römer nahmen mit Leichtigkeit die Festungen und Länder des Feindes, sie siegten durch ihr Salz.6 

Eine ausgezeichnete Nährsalzlehre hat der pyhsiologische Chemiker Julius Hensel entwickelt, er hat in seinen Werken nachgewiesen, in welcher Zusammensetzung die Salze unserem Körper dienlich sind und welche Salze spezifisch gegen verschiedene Krankheiten heilsam wirken.

Außer Salze braucht der Körper aber auch andere Mineralien, besonders Kalk, Mangan, Kiesel und Eisen. Bekanntlich sind unsere Knochen besonders von Kalk aufbebaut, Haut und Haare von Kiesel, die roten Blutkörperchen zum Teil aus Eisen,und diese festen mineralischen Stoffe in unserem Körper bewirken die Spannkraft und Lebenskraft desselben. Das Eisen, die mineralische Substanz überhaupt, bildet der magnetische Lebenspol in den Gehirnzentren, in den Knochen besonders nach den Gelenken zu, im Blute, im Herzen, Muskeln und Nerven. 

Es drängt dabei immer nach der Mitte der Bewegungszentren, wie die Röntgenstrahlen zeigen. Im Blutkreislauf befindet sich das Eisen in den roten Blutkörperchen, welche in der Mitte der Blutadern kreisen. Bekanntlich besteht das Blut aus zwei Hauptbestandteilen, a) den roten Blutkörpern, b) der Blutflüssigkeit, dem Blutserum.

Das Blutserum fließt an den Gewandungen der Gefässe entlang, es umschließt die roten Blutkörperchen. Das Blutserum enthält besonders viel Salze. 

Es ist das Verdienst des physiologischen Chemikers Julius Hensel, die Art der Mischung, des Eisens, der Salze und anderer Mineralien im Blute nachgewiesen zu haben, worin ihm Denis und viele andere Gelehrte beistimmen. 

Eine richtige Blutmischung will Hensel bewirken bei allen Krankheiten, mit Recht durch die Zufuhr von Eisen, Mangan und Kalk in seinem vortrefflichen, von ihm selbst erfundenen Tonikum. Die Salzmischung schreibt er in verschiedenen Variationen vor, je nachdem, ob mehr die Nerven, die Knochen oder das Blut aufgebessert werden sollen. Dr. KLES, Dr. LAHMANN, Sanitätsrat Dr. ULLERSBERGER und andere große Diätetiker sind Schüler der Hensel´schen Lehren und haben ebenso vorzügliche Erfolge mit einer mineralhaltigen Diät erzielt, wie ich. 

LAHMANN weicht von HENSEL insofern ab, als HENSEL Nährsalze aus Mineralien gewonnen, zuläßt; LAHMANN hingegen nur solche, die aus Pflanzen gewonnen wurden. 

Meine Ansicht geht dahin, dass man Eisen und Nährsalze am besten in pflanzlicher Nahrung zu sich nimmt, wo aber ein schneller Erfolg erzielt werden soll, da muss man zu mineralischen Substanzen greifen, gerade so, wie der Fettleibige durch eine Karlsbader Kur schneller zum Ziele kommt, wie durch Obstdiät. Erstere Kur führt viermal so schnell zum Resultat, wie letztere, obwohl die letztere bei langer Dauer auch zum Ziele führt. 

Die Hensel´schen Salze sind aber vorteilhafter für die Lebensmaschine, wie die Karlsbader Mineralbrunnen, denn sie wirken nicht nur ableitend und regulierend, sondern auch in hohem Maße ernährend und kräftigend, zum Teil ist die Henselsche Ansicht richtig, dass durch die moderne Kunstdüngung und falschen Bewirtschaftung des Bodens demselben die Mineralien entzogen sind, ohne wieder ersetzt zu werden. Dadurch seien auch die Früchte, die darauf wachsen, wegen Mangel an Eisen und Salzen nicht mehr im Stande, die Tiere und Menschen richtig zu ernähren, weshalb in manchen Gegenden zu mineralischen Hilfsmitteln gegriffen werden müsse, sowohl zur besseren Fruchtkultur, als auch zur besseren Ernährung der Menschen und Tiere.

6 Übermaß einseitiger Salznahrung, wie z.B. Kochsalz zerstört gerade so die Gesamtheit, wie Übermaß von Eiweiß oder Stärkekost.

Bevor mir die Hensel´sche Lebenslehre bekannt wurde, war ich davon überzeugt, dass die Metalle, besonders Eisen, darum von so hoher Bedeutung für die Gesundheit des Menschen sind, weil sie anziehend, zusammenziehend, also magnetisch im Körper wirken.

Die Henselsche Theorie deckt sich mit der meinigen auch darin, dass, falls Pflanzennahrungen unzureichend für die Ernährung wird, man ruhig einen Übergriff zur Fleischnahrung machen soll und ebenso nach der anderen Seite zu Mineralnährstoffen greifen soll, wo Obst- und Pflanzennahrung nicht zum Ziele führt.

Ich empfehle, die Pflanzendiät als Hauptnahrung stets zu beachten; Fleisch, Mineralien usw. als Hilfsmittel in der Ernährung zu betrachten, um bei Schwächezuständen und Krankheiten einen schnelleren Erfolg zu erzielen. 

Die Röntgen-X-Strahlen beweisen die Theorie, dass alle Mineralien mehr oder weniger magnetisch sein müssen, denn diese Strahlen werden von diesen Substanzen nicht reflektiert, sondern angezogen, absorbiert, und daher bleiben die photographierten Knochen und Eisenteile dunkel, während alle Weichteile des Körpers von den Röntgenstrahlen durchdrungen werden.



Moorschlamm-, Sand- und Erdbäder.

Aus dem Magnetismus der Mineralien erklärt sich denn auch die vorteilhafte Wirkung der Sand- und Moorbäder, das Schlafen auf Felsgestein und Erdboden, weil die Mineralien den Körper durch ihren Magnetismus auch magnetisch machen, also fester gesunder, widerstandsfähiger. Erdbäder halten sicher die Mineralien im Körper fest und bewirken eine größere Ansammlung derselben im Blute, in den Muskeln und Knochen. Daher tritt mit Recht der Naturarzt Just aus guter Erfahrung so lebhaft für Erdbäder ein. Die hohe Spannkraft, welche nötig ist, um das Fliegen der Vögel zu ermöglichen, wird besonders bewirkt durch die feste Nahrung, welche Vögel zu sich nehmen, bei geringsten Flüssigkeitsmengen und der nötigen Stein-Hilfsdiät. Die Steine, die sie verschlucken, machen diese Tiere magnetisch stark, spannkräftig und flugfertig. Unser eigener Erdball würde nicht fliegen können, hätte er kein Eisen und andere Metalle in seinem inneren Kern.

Ohne Eisen und steinige Substanz ist kein Mensch zu andauernder selbsttätiger Bewegung fähig.

Hartes Leinen auf die Haut, Metallknöpfe und sonstigen Metallschmuck, Eisenwaffen usw. erhöhen den Mut und die Bewegungsausdauer. Wolle an der Haut, Polstermöbel, weiche Betten bewirken Lockerung der Eisen- und Kalkteile im Körper, führen zum frühen Altern, Schwäche und Siechtum. Wollkleidung ist nur im feuchten Sumpfklima, auf der See und in scharfwindigen Gegenden der Leinenkleidung vorzuziehen.



Die verschiedenen Arten des Magnetismus oder der magnetischen Lebensenergie.

Mineralischer oder chemischer Magnetismus. - Orthopädie, Massage, Heilgymnastik, Bewegungs- oder physikalischer Magnetismus. Sympathiewirkung der Dinge und Sympathiemittel. Sympathie-Magnetismus, Hypnotismus und Willensmagnetismus. Statuvolanz. Religion, Idealismus, Liebe, Kunst und Begeisterung. Nochmal die Sympathiewechselwirkung und die Verkettung der verschiedenen Arten des Magnetismus, vom Willens-, Liebes-, Bewegungs- und Materie-Magnetismus, Glaube und Vertrauen.

Außer dem mineralischen oder chemischen Magnetismus gibt es auch einen physikalischen oder Bewegungsmagnetismus. Daher wirkt Massage, Gymnastik, Arbeit und Bewegung auf den Körper magnetisch ein und erhöht die Lebenskraft. 

Der mineralische und physikalische Magnetismus unterstützt sich hierbei gegenseitig. Bewegung erfordert schwere Kost und schwere Kost wieder Bewegung, um verdaut zu werden. Dasselbe wie vom Menschenkörper kann man auch vom Erdkörper behaupten, die Erde enthält Eisen, weil sie sich bewegt, und weil sie sich bewegt, darum braucht sie zur Bewegungsenergie Erz und Eisen. Den physikalischen Magnetismus kann man auch Arbeitsmagnetismus nennen. Damit ist aber auch die sympathische Wechselwirkung der Dinge erklärt. 

Die Sympathiekuren sind daher nicht immer Aberglauben, sondern enthalten einen Kern Wahrheit in sich, nämlich den der Sympathie, des chemischen und des physikalischen Magnetismus in allen Dingen.

Schließlich gibt es auch noch einen geistigen, den Gedanken- und Willensmagnetismus der Hypnotiseure und Heil-Magnetiseure. Mit Händeauflegen und Willensstellungen (Hypnotisierung 7) kann man Krankheitsstsoffe in dem Körper latent machen und festlegen. Durch den erzeugten Zustand der Statuvolanz tritt eine Veränderung im Stoffwechsel ein. Kranke Stoffe können unschädlich, gesunde Glieder steif und starr gemacht werden. 

Das seelische Prinzip bleibt aber bei seelischen Individuen das Höchste. Kunst, Idealität und eine lebenserfreuende Religiosität wirken als magnetische Leitsterne auf Geist und Körper belebend, stärkend und lebenserhaltend ein. Sie bewirken die höchste Energie, Entsagung und Heroismus, welches ja nur jenen Menschen eigen ist, die diese idealen Güter neben den materiellen pflegen. 

Wie Freude, idealer Sinn, begeisterungswürdige Vorbilder die Lebensenergie fördern und damit den geistigen Magnetismus, so bewirkt dieser gesteigerte Geistesmagnetismus wieder sympathisch fördernd auf den physikalischen Magnetismus, also auf die Körperkraft, ein, und dadurch auch auf die mineralische Vermehrung der Blutbestandteile, vorausgesetzt, dass eine geeignete Nahrung zugeführt wird.

Nicht was der Körper aufnimmt, nicht einmal, was er verdaut, nein, nur das, was er zur Lebenskraft braucht, das ernährt ihn richtig und recht. Daher ist bei aller guter und bester Ernährung ohne Bewegung, Luft und Lebensfreude keine Gesundung möglich. 

Wie üble Gemütsbewegungen, Schrecken, Angst, Kummer, Sorge, die physische Energie vernichtet und die mineralischen Substanzen auflöst, davon ein Beispiel: Am 8. November 1896 brachten Hannover`sche Zeitungen folgende Notiz: Nordhorn. Ein überaus tragisches Geschick hat die Familie des Schlachtermeisters Freye betroffen. Als die Tochter vom Boden Heu holen wollte, fand sie einen bei ihnen in Kost befindlichen Arbeiter erhängt vor, vor Schrecken erkrankte sie lebensgefährlich. Ihrem Vater, welcher gerade zu Mittag aß, bliebt ein Bissen im Halse stecken, woran er erstickte und die Mutter wurde über all` diese Schicksalschläge so aufgeregt, dass sie am Abend, vom Schlage getroffen, tot niedersank.

Wie Lust und Liebe, Freude und Hochachtung, Hoffnung und Vertrauen Krankheiten heilen hilft und die Lebenskraft stärkt, ist längst bekannt. Dies beweist schlagend meine Theorie von der Verkettung der magnetischen Pole, wobei der seelische Magnetpol, also Sympathie, Idealität, Lust und Lebensfreude, die Liebe, der gute, edle, der sittliche Wille in sittlich schöner Form der höchste magnetische Lebenspol ist und daher das wirksamste Heilmittel im Bunde neben anderen, zur Heilung resp. Verhütung von Krankheiten.



Die Nothelfmethode.

a ) Die Chirurgie.

Unstreitig ist die Chirurgie ein Zweig der sonst verderblichen Medizinheilkunst, welche die größte Hochschätzung verdient und darum auch in der Heilwissenschaft der Zukunft, die ich lehre und vertrete, den ersten Platz einnimmt.

Es gibt eben Krankheitsfälle, die nur durch Operationen beseitigt werden können, ich meine nicht Krebs oder Gebärmutterleiden, selbst nicht einmals Blutvergiftung, denn diese Krankheiten werden durch einfache, auf die innere Blutbeschaffenheit antiseptische wirkenden und regenerierende Heilmittel weit besser beseitigt, z.B. Krebs und Lupus durch Tee`s, physiologische Blutsalze, Wasseranwendungen, Röntgen-X-Strahlen, Chromopathie (konventierten farbigen Lichtstrahlen), milde Dämpfe.

7 Von der Anwendung der Hypnose bin ich, wegen der Brechung des Willens, kein großer Freund, und das aus vielen hier nicht zu erörternden Gründen. Nur in drei Fällen verdient die Hypnose Wertschätzung, a) um Schmerzen zu betäuben, b) um eingebildeten Kranken zu helfen und schließlich c) um ungezogene Kinder oder bösartige Menschen zu besserem Betragen zu bewegen. Der gesunde Volksinstinkt unterschied schon in alten Zeiten zwischen Heilmagnetiseuren oder Heliodathen (sie wurden als von Gott gesandte Männer und als heilig angesehen), und Hypnotiseure und Behexer (diese wurden als böse im Bunde des Teufels stehende Wundermenschen betrachtet und verbrannt).

Gebärmutterleiden werden durch destilliertes Wasser, Thure-Brand-Massage, Wasserstoffsuperoxid;Blutvergiftungen durch Diät, Wasser und starke physikalische oder chemisch-antiseptische Gegenwirkungen geheilt.

Dahingegen sind von außen her tief eingedrungene Fremdkörper, wie Glassplitter, Metallstücke, Holz, Bleikugeln usw. meist nur durch Operationen zu beseitigen.

Ebenfalls sind selbstgebildete Fremdkörper, wie Fettgewächse, Tumore, Neubildungen, Polypen, skrophulose Eiterherde usw., schneller durch Operation, wie durch andere Mittel wegzubringen.

Es lassen sich jedoch alle selbstgebildeten Fremdkörper durch entsprechende Heilmittel, auch ohne Operation beseitigen, besonders bei jungen, reaktionsfähigen Individuen, allerdings nur mit Zeit, Geschick, Geduld, drei Dinge, die leider zu oft Ärzten und Patienten fehlen.

Skrophulose, ohne inneren Eiterherd, ist z,B. leicht zu beseitigen, desgleichen alle Hautleiden, wie Karbunkel und die nahe der Peripherie des Körpers liegenden Übel, wie einige Berichte derartig von mir Geheilten beweisen.

Es gibt jedoch Fälle von Geburtsakten, Quetschungen, Knochenbrüchen, Verwachsungen, die geeigneter und oft lediglich nur durch operative Hilfe behoben werden können.

Darum Ehre der Chirurgie, auch ihr gehört die Zukunft. Die Schule des Professor Esmarch - Kiel verdient ganz besondere Hochschätzung.



b) Die Antiseptik.

Neben der Chirurgie sind zwei Notrichtungen entstanden, die ebenfalls volle Würdigung verdienen, ich meine die Schmerzbetäubung und Antiseptik.

Die erstere Richtung möchte ich voll und ganz gelten lassen. Die letztere ebenfalls, nur nicht mit der Praxis und den Mitteln der Mediziner.

Unendlich viele Frauen fallen bei medizinischer Geburtshilfe den gebräuchlichen antiseptischen Mitteln, wie starkprozentiges Carbolwasser und Sublimat zum Opfer. Bei manchen Operationen tritt der Tod ein nicht durch die Operation, sondern durch antiseptische Gifte. 

Reines Quellwasser, destilliertes Wasser, Spiritus und Wasserstoffsuperoxyd, die ich hiermit empfehlen möchte, sind weit bessere und dabei unschädliche antiseptische Mittel.



c) Die schmerzbetäubenden Mittel.

Die schmerzbetäubenden Mittel sind, vorsichtig und milde angewandt, ebenfalls ein Segen der leidenden Menschheit, in erster Linie das Kokain.

Darum verdient auch diese Methode vollste Anerkennung, auch ihr verbleibt die Zukunft, trotz der gewissenlosen Anwendung, womit manche Ärzte mit diesen Mitteln operieren.

Alle diese Dinge sind jedoch keine Heilmittel, denn heilen kann nur die Lebenskraft des Körpers in Verbindung naturgemäßer Mittel.

Die Chirurgie, die Antiseptik, die Schmerzbetäubung sind also lediglich kulturelle oder Kunsthilfsmittel der Not, um einen Kranken vor dem Tode hinweg zu retten, man könnte sie vielleicht indirekte Hilfsheilmittelnennen, denn ein direktes Heilmittel ist kein Medikament.

Ein eigentliches Heilmittel ist und bleibt nur die Helioda und der Magnetismus eigener Lebenskraft, wie alle naturgemässen Mittel, die diese beiden Selbstkräfte im Heilprozeß unterstützen.



Heilberichte.

Im Nachfolgenden will ich einige amtliche Berichte über meine frühere Tätigkeit an verschiedenen Anstalten wiedergeben und daran anschließend die Privatberichte einer Reihe teils sehr schwerer Kranker, die, obschon verschiedentlich aufgegeben, Hilfe, Besserung und Genesung fanden. Wo es gewünscht wurde, habe ich die Namen der Betreffenden hier nur mit deren Anfangsbuchstaben angezeigt, bei anderen ist der volle Name mit Wohnort angegeben; ich spreche alle denen, welche mir ihre Berichte und Bekundungen übermittelt haben, hiermit nochmals meinen besten Dank aus.

Die Veröffentlichung dieser Berichte geschieht im Interesse der Wissenschaft und Wahrheit,denn meine Gegner würden sonst sagen: "Was helfen mir alle Redensarten, wo sind die Beweise?" Dieselben würden es wagen, zu behaupten: Das ist eitel Selbstlob, Einbildung und Überhebung, es mag ja etwas wahres für sich haben diese neue Theorie, aber wo sind die Erfolge? - nun gut, dem kann abgeholfen werden, Tatsachen sind nicht aus der Welt zu schaffen, und somit will ich die reden lassen, welche die Wohltaten meiner Wissenschaft am eigenen
Leibe erfahren haben.

Zugleich komme ich hiermit dem Wunsche vieler Freunde nach, meine Erfolge zu veröffentlichen, damit diese Methode sich Bahn brechen möge zum Segen der leidenden Menschheit.



Amtlich beglaubigte Berichte über die Heilerfolge in den Anstalten, an denen ich als Leiter in der Krankenbehandlung tätig war.

Der Besitzer der Naturheilanstalt "Aeskulap" in Hannover, Hildesheimerstrasse beglaubigt: Herrn Direktor Huter bestätige ich hiermit, dass derselbe in meiner Naturheilanstalt z. Aeskulap zur Behandlung der Kranken im Naturheilverfahren zugelassen ist und auch dessen Behandlungsweise und sicheres Urteil bei Feststellung der verschiedenen Leiden in jeder Hinsicht befriedigt hat, zumal sich die in der Behandlung des Herrn HUTER befundenen Kranken nach kurzer Zeit besserten und der grössere Teil derselben in wenigen Wochen trotz schwerer, langjähriger Leiden, gesund entlassen werden konnten.
Hannover, den 12. Juli 1895.
Ed. Dittmer, Besitzer.
Folgt: Amtliche Beglaubigung mit Amtssiegel der Haupt- und Residenzstadt Hannover.

Der derzeitige Kontrahent der Direktion auf Kurhaus Eilenriede in Waldhausen, Gemeinde Döhren b. Hannover beglaubigt: In der Ausübung der Heilkunde hat sich Herr Direktor HUTER um die Wissenschaft und um die Gesundheit Vieler durch aussergewöhnliche Leistungen das grösste Verdienst erworben. Diejenigen, welche sich einer Behandlung unterwarfen und hier wohnten, sind mit den Erfolgen alle zufrieden gewesen. Meistens kamen dieselben mit den schwersten Krankheiten behaftet wie z.B. Gicht, Rheumatismus, Herz-, Lungen-, Magen-, Nerven- oder Unterleibsleiden, und wurden in verhältnismässig kurzer Zeit erheblich gebessert, die Mehrzahl völlständig geheilt entlassen.
Döhren, den 1. August 1895.
Amtlich beglaubigt durch Orts-Vorsteher H. Abelmann.
Folgt Amtssiegel der Gemeinde Döhren.

Über die Hutersche Naturheilanstalt in Hannover wird von massgebender Seite bezeugt: Die Patienten, welche bei Herrn HUTER Rat und Heilung suchten, wurden gebessert oder geheilt.
Hannover, den 27. März 1897.
Beglaubigt: A. Rau, Bezirksvorsteher.
Folgt: Amtssiegel des XXI. Distr. 2. Bez. der Haupt- und Residenzstadt Hannover.


Levitating Stone
(Hinzugefügt)



Erstellt 1999. Update 18. April 2007
© Medical-Manager Wolfgang Timm
Fortsetzung

Die  Kronen symbolisieren die höhere Natur in jedem Menschen, sein individueller potentieller innerer Adel. Jedermann ist verpflichtet seinen inneren Adel nach Albrecht Dürer und Carl Huter zu heben. Die psycho-physiologische Naturheilkunde             Bearbeitung: Medical-Manager Wolfgang Timm
 
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