Menschenkenntnis Lehrbrief IV. - Part 19
 
Hauptwerk 1904-06. Carl Huter
Bearbeitung: Medical-Manager Wolfgang Timm

FORTSETZUNG

2. Das Bewegungs-System

Hierzu zählt A der Knochen-Apparat. Dieser ist in den beiden Figuren Tafel XX und Tafel XXI mit den daneben gedruckten Namen und Bezeichnungen zur Darstellung gebracht. Auf die einzelnen Schädel- und Gesichtsknochen komme ich im fünften Lehrbriefe näher zurück. Der Knochen-Apparat oder das Skelett ist beim Manne etwas anders gebaut als beim Weibe, besonders kennzeichnet sich dieses am Becken-, Schädel-, Brust- und Kinnbau.

Tafel XX                                                                     Tafel XXI

Man teilt den Knochenapparat ein in a) den knöchernen Kopf mit seinen Einzelknochen, b) den Rumpf oder Stamm und c) die oberen oder Brust- und die unteren oder Bauchglieder. Der Kopf ist aus 22 Knochen zusammengesetzt. Der Schädel allein besteht aus 8, die durch feste Nähte miteinander verbunden sind. Das Gesicht besteht aus 14 Knochen, das macht 22, dazu die zweimal 16 Zähne, die sich beim normalen Menschen im Ober- und Unterkiefer vorfinden = 32 Zähne, rechnet man 1 Zungenbein und 8 Gehörknöchelchen hinzu, so hat man = 9 + 32 = 41 Nebenknochen.

Demnach kennen wir insgesamt 8 Schädel-, 14 Gesichtsknochen = 22, 1 Zungenbein = 23, 8 Gehörknöchelchen = 31 + 32 Zähne = 63 Kopfknochen. Nur der Unterkiefer ist der einzig bewegliche Knochen des Kopfes bezw. des Gesichts, alle übrigen sind fest miteinander verbunden.

Die einzelnen 22 Kopfknochen sind: 1 Stirnbein, 2 Scheitelbeine, 2 Schläfenbeine, 1 Hinterhauptsbein. 1 Keil-bein, 1 Siebbein, 2 Tränenbeine, 1 Pflugscharbein, 2 freie Nasenmuscheln, 2 Jochbeine, 2 Oberkieferbeine, 2 Gaumenbeine, 2 Nasenbeine, 1 Unterkiefer.

Nur drei dieser Knochen, das Hinterhauptsbein und die zwei Scheitelbeine, gehören ausschließlich dem Gehirnschädel an. Das Keil-, das Stirn-, das Sieb- und die Schläfenbeine bilden die Schädelkapsel und stehen samt allen übrigen Knochen in Verbindung mit dem Gesichtsbau.

Man sieht daraus, welche Bedeutung dem Gesichtsbau zukommt. Zu bemerken ist noch, daß bei geistig sehr begabten Menschen die hinteren vier Backenzähne fehlen, also nur 28 Zähne anzutreffen sind.

Das Knochengerüst des Rumpfes besteht aus 7 Hals-, 12 Rücken- und  5 Lendenwirbeln = 24, ferner aus dem Kreuzbein, das aus 5 miteinander verschmolzenen Wirbeln besteht, und dem Steißbein, das ebenfalls aus 5 Einzelknochen besteht. Das sind 34 Knochen. Das Kreuzbein verbindet sich mit den Beckenwirbeln. An dem ersten Halswirbel oder dem Atlas verbindet sich der Schädel. An die zwölf Brustwirbel der Wirbelsäule sind 12 Rippen geheftet, welche mit dem Brustbein den Brustkorb bilden. Das Brustbein wird in Handgriff, Körper und schwertförmigen Fortsatz eingeteilt; 15 + 39 + 58 = 102 Knochen.

Ein besonders nach vorn kräftig, rund und breit gebauter Brustkorb ist das Zeichen einer  gesunden Körper-verfassung. Siehe anatomische Physiognomik im fünften Lehrbrief!

An den Brustkorb verbinden sich vier Abteilungen der Brustglieder, nämlich:
I. Die Schulterglieder als Grundlage; diese bestehen aus zwei Schlüsselbeinen und zwei Schulterblättern.
II. 1 + 1 = 2 Oberarmknochen.
III. 2 X 2 = 4 Unterarmknochen, 1 Ellenbogen und 1 Armspeiche, zusammen 10 Knochen. An diese heften sich
IV. die Handknochen, 8 Handwurzel-, 5 Mittelhandknochen und 5 Finger mit je 3 Gliedern mit Ausnahme des Daumens, der nur aus zwei Gliedern besteht und dem das Mittelglied fehlt.
27 X 2 = 54 Handknochen mit den 10 Knochen der drei angegebenen Grundglieder der Brust = 66 Brust-gliederknochen. 66 + 102 = 168 Knochen.

Die Bauchglieder bestehen ebenfalls aus vier Abteilungen:
I. Die Hüft- und Beckenknochen. Die zwei Hüftbeine verbinden sich mit dem Kreuzbein an den Stamm, der besteht aus drei Teilen: dem Darmbein, dem Sitzbein und dem Schambein.
II. Die 1 + 1 = 2 Oberschenkelknochen.
III. Die 1 + 1 = 2 Kniescheibenknochen mit 2 X 2 = 4 Unterschenkelknochen, Schienbein und Wadenbein. Zusammen 10 Knochen.
IV. Hieran schließen sich die Fußknochen. Jeder Fuß besteht aus 1 Sprung-, 1 Fersen-, einem Kahnbein, dem 1. 2. 3. Keilbein und dem würfelförmigen Bein. An diese gliedern sich 5 Mittelfußknochen, 2 Sesambeine, 5 X 3 weniger 1 Großzehenglied = 13 Zehenknochen = 28 X 2 = 56 Fußknochen. Nun gibt es auch 66 Bauchgliederknochen, insgesamt 63 Hauptknochen, 3 Brustbeine, 12 Rippen, 24 bezw. 10 falsche Wirbel = 34 Wirbelknochen. Zusammen sind das 49 Stammknochen und 2 X 66 = 132 Gliederknochen, demnach insgesamt 234 Knochen. Bei Annahme von 2 Becken- statt 1 Beckenknochen sind es insgesamt 235 Knochen.

Die Knochen geben dem Körper Ruhe, Halt und Festigkeit, sie bilden daher die Grundlage der ganzen Gestalt. Sie sind bei allen Bewegungen die passiven Ruhepunkte, die den Bewegungen Würde und Ebenmaß verleihen.


B. Der Muskel-Apparat.

Außer dem knöchernen, festen Bewegungs-Apparat beobachten wir in den rotfleischigen Muskeln, welche sich meist an die Knochen anheften, den aktiven fleischigen Muskel-Apparat.

Die Muskeln haben die Eigenschaft, sich zu verlängern und zu verkürzen oder sich zu strecken und wieder zusammenzuziehen. Dieses Vermögen nennt man Kontraktilität oder Zusammenziehungsfähigkeit, es erklärt sich aus dem Faserbau dieser Organe. Jeder Muskel besteht aus elastischen Fastern, welche sich zu Bündeln aneinander lagern. Dieses Muskelgewebe wird aber von Bindegeweben, Fetteilen, Nervenfasern, Lymph- und Blutgefäßen durchzogen und außerdem mit Flüssigkeit, dem sogenannten Fleischsaft, durchtränkt. Die Muskeln geben dem Körper die schöne plastische Form, sie polstern innere Hohlwände wichtiger Organe aus und verbinden zum Zwecke des Schutzes der Lebenstätigkeit und hauptsächlich der Bewegung alle inneren und äußeren Organe miteinander.

Die Bewegungen unseres Körpers sind nun nicht alle willkürlich, denn nur auf einen Teil der Muskeln können wir willkürlich mit unserem Willen einwirken; ein anderer Teil ist unabhängig von unserem Willenseinflusse, solche Bewegungen nennt man daher unwillkürliche. Diesen unwillkürlichen Bewegungen dienen die glatten, hellroten Muskeln, welche im Dienste des animalischen Lebens stehen; nur wenige von ihnen, wie z.B. das Herz, zeigen Querstreifen an der Oberfläche. Mit Ausnahme des Herzens sind alle ihre Bewegungen langsamer und weniger kraftvoll als die willkürlichen, dunkelroten Muskeln, welche sich meist an die Knochen anheften und unter unserem Willenseinflusse stehen. Diese willkürlichen Muskeln sind sämtlich an ihrer Oberfläche quer gestreift.

Mir erscheint diese Tatsache außerordentlich beachtenswert, weil ich annehme, daß durch die Längsstreifen vorherrschend der magnetische, durch die Querstreifen mehr der elektrische Kraftstrom fließt.

Aus diesem Grunde sind diese willkürlichen oder animalischen Muskeln durchweg fester und stärker gebaut, und sie besitzen mehr Eisen- und Kaligehalt als die organischen vegetativen hellen Muskeln, die nur im Dienste der inneren organischen Lebenstätigkeit stehen. Diese dicken willkürlichen oder animalischen Muskeln machen 35-45 Prozent der ganzen Körpermasse aus, sie sind also ganz außerordentlich entwicklungsfähig. Von diesen willkürlichen Muskeln gibt es im gut entwickelten menschlichen Körper über 500. Es können daher nicht alle derselben in den Abbildungen auf Tafel XXII und Tafel XXIII angegeben werden. Aber die wichtigsten derselben sind hier zur Abbildung gebracht und durch Leitstriche neben jeder Figur genau bezeichnet.

Tafel XXII
(Farbbild rechts Alex Grey. Hinzugefügt)

Die Zahl der unwillkürlichen Muskeln konnte bisher nicht angegeben werden, weil ihre Abgrenzungen weniger bestimmt sind, als die der willkürlichen. Wie alle Organe, bestehen auch die Muskeln aus länglichen Einzelzellen mit einem Zellkern, die Zellen der unwillkürlichen Muskeln haben keine Haut, die der willkürlichen sind durch einen dünnen Peripheriüberzug voneinander abgegrenzt. Die Zellen der unwillkürlichen Muskelfasern sind ungefähr 1/4-1/3 Millimeter lang und ungefähr 1/8-1/6 Millimeter breit, sie sind durchweg doppelt so lang als breit. Die Fasern und Zellen der willkürlichen Muskeln sind durchweg ganz erheblich länger, als sie breit sind, oft 5, 10-20 mal und mehr.

Muskel back (Hinzugefügt)
Man unterscheidet:
A) länglichrunde, langgestreckte Muskeln, diese liegen hauptsächlich längs der Röhrenknochen,
B) breite, platte oder Flächenmuskeln, diese dienen teils der Begrenzung der Leibeshöhlen, teils heften sie sich an die flachen Knochen des Rumpfes an,
C) ringförmige Schließmuskeln, diese sind rund gebaut und dienen der Auf- und Zuschließung gewisser Sinnesorgane und Leibeshöhlungen, z.B. der Augen, des Mundes, des Afters, der Scheide usw.,
D) Hohlmuskeln oder Bänder, diese dienen teils den Bewegungen innerer hohler Organe, wie z.B. des Herzens, der Gebärmutter, teils bilden sie innere Häute von Hohlorganen, wie z.B. im Innenraum des Magens, des Darms, der Blase usw.

Außerdem unterscheidet man die Muskeln nach der Art ihrer Bewegungsrichtung selbst, und zwar gibt es da fünf Arten:
1. Beuger oder Flexoren
Es sind die Muskeln, welche zwei Teile des Körpers zueinander hinbeugen, so daß sie sich in der Biegerichtung des Körpers in einem Winkel nähern, z.B. die Muskeln der Ober- und Unterarme, der Ober- und Unterschenkel die bei der Gelenkbeugung gewisse Winkel bilden.
2. Die Antagonisten oder Streckmuskeln (Extensoren)
Diese Muskeln sind die Gegner von den vorgenannten Beugern, weil sie die einander zugebogenen Teile wieder voneinander entfernen.
3. Die Anzieher oder Adduktoren
Diese ziehen gewisse Teile von einer Seite des Körpers zur anderen, und zwar nach der Mittellinie desselben hin, z.B. die Arme nach dem Rumpfe, die Beine aneinander.
4. Die Abzieher oder Abduktoren
Diese verursachen die gegenteiligen Bewegungen der Anzieher, denn sie ziehen einen Teil des Körpers von der Mittellinie desselben ab und nach der Seite hin, z.B. die Beine voneinander, die Arme vom Rumpfe ab.
5. Die Roller oder Rotatoren
Diese Muskeln drehen einen Körperteil entweder um seine eigene Achse oder um einen anderen Teil in einem Halbkreis nach außen oder nach innen, nach rückwärts oder vorwärts herum. Sie drehen den Kopf von rechts nach links, von links nach rechts, die Hand ein- oder aus-, aus- oder einwärts. Es gibt demnach auch unter den Rollern zwei gegensätzliche Arten, nämlich Zu- oder Abroller.

Die Namen der wichtigsten willkürlichen Muskeln
sind entstanden aus der Erkenntnis des Zweckes, dem sie dienen, z.B. Brust- oder Schläfenmuskel, Kopfnicker, Fingerbeuger, Lippenmuskeln, runder Armmuskel, breiter Rückenmuskel usw.
Der Druck der Muskeln
bei ihrer Bewegung ist für die Nerven, Lymph- und Blutgefäße von größter Bedeutung, daher hängt ein gesundes Fühlen und Denken, eine gesunde Ernährung und Konstitution, selbst die Schönheit des Körpers und des Charakters von einer gesunden, frischfröhlichen Tätigkeit aller Muskelorgane ab. Die Pflege gesunder Leibesübungen bei Männern und Frauen, besonders durch Turnen, Gehen, Laufen, Klettern, Körperarbeiten und Bewegungsspiele, ist von größter Bedeutung für Gesundheit, Frohsinn und Lebenserhaltung.
Die Lage der Muskeln
ist schichtweise übereinander gebettet, einzeln oder in Gruppen; sie sind durch sehnige, meist durchsichtige Häute (Faszien) zu größeren oder kleineren Gruppen miteinander verbunden.


C. Das Bindegewebe, die Sehnen und Knorpel

Zwischen den Muskeln und Knochen, sowie auch an oder zwischen den Knochen selbst befinden sich noch Zwischenglieder und Übergangsorgane, die Sehnen und Knorpel, z.B. die Fortsetzung des Nasenwurzelknochens ist kein Knochen und ist auch kein Muskel, sondern es ist ein Knorpel. Die Sesambein an den Füßen und Fingern, Großzehen und Daumen sind festere Knorpel, die mit zu den Knochen gezählt werden. Die Rippen aber, welche an das Brustbein geheftet sind, sind in dem Verbindungsübergang weder Knochen noch Knochenknorpel, sondern Sehnenknorpel von mehr leimiger als kalkiger Substanz. An allen Gelenken zeigen sich flache Knorpel, auch die Zähne sind in Hohlknorpel, mit ihren Wurzeln in die Kiefern eingesenkt. Die Knorpel sind mehr dem Knochen ähnlich als dem Muskel. Hingegen sind die Sehnen mehr den Muskeln ähnlich, es sind die ganz besonderen Übergangsorgane der Muskeln zu den Knochen. Sie sind die Anhefter der Muskeln an die Knochenhäute und besitzen daher weniger Elastizität als diese. Bei Gicht z.B. erkranken mehr die Knochen und Knorpel, bei Gelenkrheumatismus die Sehnen und Knorpel, bei Muskelrheumatismus nur die Muskeln, bei Nervenrheumatismus, wie Ischias und Neuraligie, nur gewisse Nerventeile.

Die Gelenke der Knochen selbst sind mit einer öligen, fettigen Substanz, der Gelenkschmiere, angefüllt, damit sich dieselben nicht aneinaner reiben.

Aber auch die straffen Sehnen, welche zwei sich mehr berührende Knochen genügend straff auseinander gespannt halten, verhüten harte Reibungen, und die fetten und weichzähen Knorpel sind die Begleit- oder Zwischenpolster, die alle harten Übergänge weich, harmonisch und elastisch verbinden. Auf diesem Natursystem der Mechanik unserer Körperglieder beruht das von dem genialen Geheimrat HESSING (einem Nichtarzt, da er früher Tischler und Töpfer war) in Göggingen bei Augsburg erfundene orthopädische Heilsystem. Was das Knochenmark bedeutet, das die Röhrenknochen ausfüllt, ist noch weniger erforscht; sicher dient es aber als Reservematerial der Lebenskraft und Lebenslust. Manche Forscher sind der Überzeugung, daß im Bedarfsfalle aus dem Knochenmark sich weiße Blutkörper bilden. Ich glaube das, bin aber überzeugt, daß das Knochenmark eine starke unbewußte Lebensimpulskraft enthält, welche als Spann- oder Strahlkraft dem Menschen Lust-, Lebens- und Bewegungsimpuls verleiht. Das Knochenmark ist mit einer nervenarmen Haut umgeben, die aber außerordentlich schmerzhaft werden kann. Desgleichen sind alle Knochen von Knochenhäuten überzogen, die ebenfalls höchst empfindlich und bei starkem Druck oder einer Verletzung wahnsinnige Schmerzen verursachen, wie das die Knochenhaut- und Gelenkentzündungen, Knochendurchsägungen oder schwere Geburten, Quetschungen, harte Schläge usw. erfahren lassen.


D. Das Bändergewebe

Unter Bändergewebe verstehe ich einen Teil der animalischen und auch der vegetativen Muskeln, nämlich ihre Übergänge von den Hauptmuskeln zu den Zwischen- oder Endgeweben, in letzter Hinsicht z.B. zu den Häuten. Diese feinsten, zartesten Heftfasern kann man nicht gut mehr als Muskeln bezeichnen, daher nenne ich sie das Band- oder Bändergewebe.

Die Histologie, welche sich mit den kleinsten Teilen der Körperorgane, also mit den Geweben und Zellen, beschäftigt, unterscheidet vier verschiedene Gewebsarten:
1. Das Bindegewebe (Knorpel, Knochen, Fett).
2. Das Epithelgewebe (Schleimhäute, Blutgefäße, Drüsen, Haare, Haut, Nägel usw.).
3. Das Nervengewebe (Nerven).
4. Das Muskelgewebe (Muskeln usw.).

Aufbau eines Knochens
(Hinzugefügt)
Unter Bindegewebe unterscheidet man 4 Arten:
1. Das feste (Knochen),
2. das zähe (Sehnen),
3. das elastische (Fett und Knochenmark) und
4. das farbige Pigmentgewebe (z.B. die farbige Augeniris, die Unterhaut und die Oberhaut des Körpers).

Das Gewicht der gesamten Knochen des erwachsenen Menschen ist frisch 20-30 Pfund, ausgetrocknet 15 Pfund.

Die chemischen Bestandteile der Knochensubstanz sind:
A) Knochenerde, aus neutralem phosphorsaurem Kalke bestehend, dem etwas kohlensaurer Kalk, Fluorkalzium, phosphorsaure Bittererde und Chlorverbindungen beigement sind.
B) Knochenknorpel, eine leimartige Substanz. Der frische Knochen enthält 23 Prozent Wasser. Die leimige Knorpelsubstanz bildet ungefähr 1/3, die Knochenerde 2/3 der gesamten Knochensubstanz. Von der Menge der erdigen Bestandteile hängt die Dichte, Härte und Festigkeit der Knochen ab, von der leimigen Substanz seine Biegsamkeit und Elastizität. Ist die leimige Knochenmasse größer als die erdig-feste, so führt das zu Knochenerkrankungen, Rachitis usw. Zu viel feste Massen verursachen leicht Knochenbrüche.

Die chemischen Bestandteile der Muskelsubstanz sind:
Verschiedene Eiweißkörper, Kohlenhydrate, als: Glykogen, Dextrin, Inosit, Traubenzucker usw., ferner Fette, Lezithin, Fleischmilchsäure, Fettsäuren (Ameisen- und Essigsäure), auch stickstoffhaltige Zer-setzungsprodukte der Eiweißkörper, als: Karnin, Sarkin, Xanthin, Kreatin und Kreatinin, Salze, besonders Kalisalze, Wasser, Gase, Kohlensäure und ein roter Farbstoff, das Hämoglobin, das eisen- und sauerstoffhaltig ist.

Levitating Stone
(Hinzugefügt)
Jedem zum Erfolg in praktischer Menschenkenntnis zu verhelfen, dazu soll dieses Lehrwerk besondere Dienste erweisen.



Erstellt 1994. Update 26. März 2007.
© Medical-Manager Wolfgang Timm
Fortsetzung
Hauptwerk. 2. Auflage. 1929. Hrsg. Amandus Kupfer

Die  Kronen symbolisieren die höhere Natur in jedem Menschen, sein individueller potentieller innerer Adel. Jedermann ist verpflichtet seinen inneren Adel nach Albrecht Dürer und Carl Huter zu heben.
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